Zum Inhalt springen

Saison-Tipps

Auto winterfest machen: Die komplette Checkliste

30. Juni 2026 · 4 Min. Lesezeit · von D&D Automotive GmbH

Illustration zur Kategorie Saison-Tipps (KI-generiert)

Kälte, Salz und Schnee fordern Ihr Auto jedes Jahr aufs Neue. Mit dieser Checkliste bereiten Sie Reifen, Batterie und Technik rechtzeitig auf den Winter vor und kommen sicher durch die kalte Jahreszeit.

Dazu bei D&D Automotive in Rottweil: Saisoncheck, Radwechsel und Klimaservice an einem Termin. Werkstatt →

Winterreifen: rechtzeitig wechseln statt warten

Die Bereifung ist der wichtigste Punkt auf jeder Winter-Checkliste. Als Faustregel gilt: von O bis O, also von Oktober bis Ostern, gehören Winterreifen ans Fahrzeug. In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- und Reifglätte dürfen Sie nur mit wintertauglicher Bereifung fahren, erkennbar am Alpine-Symbol mit Schneeflocke und Berg. In der Schweiz gibt es keine generelle Winterreifenpflicht. Wer jedoch mit ungeeigneten Reifen den Verkehr behindert oder einen Unfall verursacht, muss mit Haftungs- und Versicherungsnachteilen rechnen. Prüfen Sie die Profiltiefe: Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter, für sicheren Grip auf Schnee empfehlen Fachleute mindestens vier Millimeter. Kontrollieren Sie außerdem den Reifendruck, denn er sinkt bei kalten Temperaturen spürbar. Ganzjahresreifen können für Wenigfahrer im Flachland eine Alternative sein, stoßen im Bergland aber schneller an Grenzen.

Batterie prüfen: die häufigste Pannenursache im Winter

Die Batterie ist im Winter die häufigste Pannenursache. Kälte verlangsamt die chemischen Prozesse im Inneren, gleichzeitig braucht der Motor beim Kaltstart mehr Energie. Erste Warnzeichen sind ein träger Anlasser, flackernde Innenbeleuchtung oder Bordelektronik, die sich nach dem Start kurz zurücksetzt. Lassen Sie eine Batterie, die älter als etwa fünf Jahre ist, vor dem Winter testen: Ein Belastungstest in der Werkstatt dauert nur wenige Minuten und zeigt zuverlässig, ob die Kapazität noch ausreicht. Kontrollieren Sie außerdem die Pole: Weiße oder grünliche Ablagerungen deuten auf Korrosion hin und lassen sich mit einer Bürste entfernen, anschließend schützt Polfett vor neuen Ablagerungen. Wer überwiegend Kurzstrecken fährt, lädt die Batterie im Winter gelegentlich mit einem Ladegerät nach, denn kurze Fahrten gleichen den Stromverbrauch des Kaltstarts oft nicht aus.

Frostschutz kontrollieren: Kühler und Scheibenwaschanlage

Kontrollieren Sie den Frostschutz der Kühlflüssigkeit: Er sollte bis etwa minus 25 Grad reichen, in Bergregionen wie dem Schwarzwald gerne mehr. Eine einfache Prüfspindel aus dem Zubehörhandel genügt für den Schnelltest, alternativ übernimmt das jede Werkstatt in wenigen Minuten. Zu wenig Frostschutz kann im Extremfall zu einem geplatzten Kühler oder sogar zu einem Motorschaden führen. Genauso wichtig ist die Scheibenwaschanlage: Füllen Sie Winterscheibenreiniger nach und dosieren Sie das Konzentrat nach Herstellerangabe, damit Düsen und Leitungen nicht einfrieren. Eingefrorenes Wischwasser bedeutet bei Gischt und Salznebel schnell Blindflug. Denken Sie auch an einen Türschlossenteiser. Bewahren Sie ihn nicht im Auto auf, sondern in der Jacken- oder Handtasche, damit er im Ernstfall griffbereit ist.

Sicht und Licht: klare Scheiben, funktionierende Beleuchtung

Im Winter sind die Tage kurz und die Sichtverhältnisse oft schlecht. Umso wichtiger sind einwandfreie Scheibenwischer und Beleuchtung. Ziehen die Wischer Schlieren oder rubbeln sie über die Scheibe, ersetzen Sie die Wischblätter. Reinigen Sie die Scheiben auch von innen, denn ein Schmierfilm verstärkt das Beschlagen und blendet bei tief stehender Sonne und Gegenverkehr. Prüfen Sie die komplette Beleuchtung: Abblendlicht, Fernlicht, Blinker, Brems- und Nebelleuchten. Viele Werkstätten bieten im Herbst einen Lichttest an, bei dem auch die Scheinwerfereinstellung kontrolliert wird. Legen Sie sich zudem Eiskratzer und Handbesen ins Auto und lösen Sie festgefrorene Wischerblätter nie mit Gewalt. Eine Scheibenabdeckung über Nacht spart morgens Zeit und schont Gummi und Glas.

Karosserie, Dichtungen und Notfallausrüstung

Streusalz greift Lack und Unterboden an. Gönnen Sie Ihrem Auto vor dem Winter eine gründliche Wäsche mit anschließender Wachsversiegelung und bessern Sie Steinschläge aus, bevor Feuchtigkeit und Salz dort Rost entstehen lassen. Behandeln Sie die Türdichtungen mit einem Gummipflegestift, damit die Türen bei Frost nicht festfrieren. Packen Sie außerdem eine Winterausrüstung ins Auto: Decke, Handschuhe, Taschenlampe, Starthilfekabel und ein Ladekabel für das Handy leisten bei einer Panne wertvolle Dienste. In Bergregionen gehören Schneeketten dazu. In der Schweiz sind sie auf entsprechend signalisierten Strecken sogar vorgeschrieben. Eine Warnweste ist in Deutschland ohnehin Pflicht im Fahrzeug; in der Schweiz ist sie nicht vorgeschrieben, aber dringend zu empfehlen.

Häufige Fragen

Wann sollte ich auf Winterreifen wechseln?

Bewährt hat sich die Faustregel von O bis O: von Oktober bis Ostern. Entscheidend ist aber das Wetter: Sobald die Temperaturen dauerhaft unter etwa sieben Grad fallen, spielen Winterreifen ihre Stärken aus. Wer früh wechselt, vermeidet zudem Wartezeiten in den Werkstätten.

Sind Winterreifen in der Schweiz Pflicht?

Eine generelle gesetzliche Winterreifenpflicht gibt es in der Schweiz nicht. Wer jedoch mit Sommerreifen im Schnee den Verkehr behindert oder einen Unfall verursacht, riskiert Sanktionen und Kürzungen der Versicherungsleistung. Auf signalisierten Bergstrecken können zudem Schneeketten vorgeschrieben sein.

Woran erkenne ich eine schwache Autobatterie?

Typische Anzeichen sind ein träger, zäher Anlasser beim Kaltstart, flackernde Beleuchtung oder elektrische Verbraucher, die sich vorübergehend abschalten. Ein Batterietest in der Werkstatt schafft schnell Klarheit. Batterien ab etwa fünf Jahren sollten vor jedem Winter geprüft werden.

Wenn Sie Ihr Fahrzeug fachgerecht auf den Winter vorbereiten lassen möchten, vereinbaren Sie einfach einen Termin zum Wintercheck bei der D&D Automotive GmbH in Rottweil. Wir beraten Sie gerne persönlich.