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Saison-Tipps

Von O bis O: Wann der richtige Zeitpunkt für den Reifenwechsel ist

02. Juli 2026 · 4 Min. Lesezeit · von D&D Automotive GmbH

Illustration zur Kategorie Saison-Tipps (KI-generiert)

Die Faustregel „von Ostern bis Oktober“ gibt eine grobe Orientierung für den Reifenwechsel. Warum die Temperatur wichtiger ist als der Kalender und worauf Sie beim Wechsel achten sollten.

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Was hinter „Von O bis O“ steckt

Die Merkregel „von O bis O“ steht für den Zeitraum von Ostern bis Oktober: Rund um Ostern kommen die Sommerreifen ans Fahrzeug, im Oktober wechseln Sie zurück auf Winterreifen. Die Regel ist bewusst einfach gehalten und hilft vor allem, den Wechsel nicht zu vergessen. Sie ist jedoch nur eine grobe Orientierung, denn Ostern fällt jedes Jahr auf ein anderes Datum, und das Wetter hält sich ohnehin nicht an den Kalender. In milden Regionen können Sommerreifen oft früher montiert werden, in höheren Lagen, etwa im Schwarzwald, in den Alpen oder im Jura, ist auch nach Ostern noch mit Schnee und Frost zu rechnen. Entscheidend ist deshalb weniger das Datum als die tatsächliche Wetterlage an Ihrem Wohnort und auf den Strecken, die Sie regelmäßig fahren.

Temperatur schlägt Kalender: die Sieben-Grad-Faustregel

Eine verlässlichere Orientierung als der Kalender bietet die Temperatur. Als Faustregel gilt: Liegen die Temperaturen dauerhaft unter etwa sieben Grad Celsius, spielen Winterreifen ihre Stärken aus. Ihre weichere Gummimischung bleibt bei Kälte elastisch und sorgt für kürzere Bremswege auf kalter, nasser oder glatter Fahrbahn. Sommerreifen sind dagegen auf warme Fahrbahnen ausgelegt: Ihre härtere Mischung und die entsprechende Profilgestaltung bieten bei Wärme besseren Grip, stabileres Kurvenverhalten und meist einen geringeren Rollwiderstand. Wer Winterreifen zu lange in den Sommer hinein fährt, verschenkt Bremsleistung und erhöht den Verschleiß, denn die weiche Mischung nutzt sich auf warmem Asphalt schneller ab. Beobachten Sie deshalb im Frühjahr und Herbst die Wettervorhersage: Stabile Temperaturen über sieben Grad sprechen für Sommerreifen, anhaltende Kälte, Reif oder Schneefall für einen zügigen Wechsel auf Winterreifen.

Deutschland und Schweiz: unterschiedliche Regeln, gleiches Ziel

In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht: Bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte dürfen Sie nur mit wintertauglicher Bereifung fahren, erkennbar am Alpine-Symbol, der Schneeflocke im Bergpiktogramm. Wer bei winterlichen Bedingungen mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld und Ärger mit der Versicherung. In der Schweiz gibt es dagegen keine gesetzliche Winterreifenpflicht. Trotzdem sind Sie verpflichtet, Ihr Fahrzeug in betriebssicherem Zustand zu führen. Kommt es mit Sommerreifen auf Schnee zu einem Unfall, drohen eine Kürzung der Versicherungsleistungen und der Vorwurf, das Fahrzeug nicht der Witterung entsprechend ausgerüstet zu haben. Wer regelmäßig zwischen beiden Ländern pendelt, fährt am sichersten, wenn er sich an der strengeren Regel orientiert und im Winterhalbjahr grundsätzlich mit Winterreifen oder geeigneten Ganzjahresreifen unterwegs ist.

Profiltiefe, Alter und Zustand richtig beurteilen

Der Wechseltermin ist ein guter Anlass, die Reifen gründlich zu prüfen. Gesetzlich vorgeschrieben sind in Deutschland und der Schweiz mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe. Fachleute empfehlen jedoch mehr Reserve: bei Sommerreifen rund drei Millimeter, bei Winterreifen etwa vier Millimeter, weil das Profil bei Nässe und Schnee Wasser und Matsch verdrängen muss. Prüfen Sie außerdem das Alter: Die DOT-Nummer auf der Reifenflanke verrät Produktionswoche und Produktionsjahr. Auch bei ausreichendem Profil härtet die Gummimischung mit den Jahren aus; viele Hersteller empfehlen einen Austausch spätestens nach rund zehn Jahren, bei Winterreifen oft früher. Achten Sie zusätzlich auf Risse, Beulen, ungleichmäßigen Abrieb und eingefahrene Fremdkörper. Ungleichmäßiger Verschleiß kann auf eine verstellte Achsgeometrie oder falschen Luftdruck hinweisen. Beides sollte eine Fachwerkstatt kontrollieren, bevor die Reifen für die nächste Saison montiert werden.

Wechsel und Einlagerung gut organisieren

Planen Sie den Wechsel rechtzeitig, denn zu Saisonbeginn sind Werkstatttermine schnell ausgebucht. Wer die Räder selbst wechselt, sollte die Radschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment anziehen und nach etwa 50 bis 100 Kilometern nachziehen. Markieren Sie die Räder vor der Demontage mit ihrer Position, zum Beispiel „VL“ für vorne links, damit sie in der nächsten Saison sinnvoll getauscht werden können und gleichmäßig abfahren. Gelagert werden Reifen am besten kühl, trocken und dunkel: Kompletträder liegend gestapelt oder hängend am Felgenbaum, Reifen ohne Felge stehend und regelmäßig gedreht. Erhöhen Sie vor der Einlagerung den Luftdruck leicht, da Reifen über die Monate Druck verlieren. Wer keinen geeigneten Lagerplatz hat, kann die Einlagerung einer Werkstatt überlassen. Dort werden die Reifen meist gleich geprüft und gereinigt.

Häufige Fragen

Gilt die O-bis-O-Regel auch für Ganzjahresreifen?

Ganzjahresreifen bleiben das ganze Jahr montiert, ein saisonaler Wechsel entfällt. Sie sind ein Kompromiss aus Sommer- und Winterreifen und eignen sich vor allem für Wenigfahrer in schneearmen Regionen. Für winterliche Bedingungen in Deutschland müssen sie das Alpine-Symbol tragen.

Darf ich Winterreifen im Sommer weiterfahren?

Verboten ist das weder in Deutschland noch in der Schweiz. Winterreifen haben auf warmem Asphalt jedoch längere Bremswege, weniger Kurvenstabilität und verschleißen schneller. Aus Sicherheitsgründen ist der rechtzeitige Wechsel auf Sommerreifen deshalb klar zu empfehlen.

Woran erkenne ich, dass meine Reifen zu alt sind?

Die DOT-Nummer auf der Reifenflanke zeigt Produktionswoche und Produktionsjahr. Feine Risse im Gummi, eine spröde Oberfläche und nachlassender Grip sind typische Alterungszeichen. Viele Hersteller empfehlen, Reifen spätestens nach rund zehn Jahren zu ersetzen, unabhängig vom Restprofil.

Das Team von D&D Automotive in Rottweil berät Sie gerne zum passenden Wechselzeitpunkt und übernimmt auf Wunsch Radwechsel und Einlagerung, vereinbaren Sie einfach einen Termin.