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Reifen & Räder

Reifenalter erkennen: So lesen Sie die DOT-Nummer richtig

13. April 2026 · 4 Min. Lesezeit · von D&D Automotive GmbH

Illustration zur Kategorie Reifen & Räder (KI-generiert)

Reifen altern auch ohne viele Kilometer. Wir zeigen Ihnen, wo Sie die DOT-Nummer finden, wie Sie daraus das Produktionsdatum ablesen und wann ein Reifen trotz gutem Profil ersetzt werden sollte.

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Warum das Alter eines Reifens zählt

Reifen altern auch dann, wenn sie kaum gefahren werden. Ein Reifen, der nur kurze Strecken zwischen Rottweil und Zimmern bewegt wird, altert genauso weiter. Die Gummimischung enthält Weichmacher und Schutzstoffe, die im Lauf der Jahre entweichen oder sich abbauen. Das Material wird härter und spröder, feine Risse entstehen an Flanke und Profilgrund. Die Folge: Der Reifen baut weniger Haftung auf, der Bremsweg verlängert sich, und bei hoher Belastung steigt das Risiko eines plötzlichen Schadens. Am Profil lässt sich dieser Prozess nicht ablesen, denn ein wenig genutzter Reifen kann trotz voller Profiltiefe deutlich gealtert sein. Deshalb ist das Produktionsdatum eine wichtige Information für jeden Autofahrer, ob beim Kauf gebrauchter Reifen, bei der Kontrolle des eigenen Fahrzeugs oder beim Blick auf das Reserverad. Genau dieses Datum verrät die DOT-Nummer, die auf der Reifenflanke eingeprägt ist.

Was die DOT-Kennzeichnung bedeutet

Die Abkürzung DOT steht für das Department of Transportation, die Verkehrsbehörde der Vereinigten Staaten, die diese Kennzeichnung ursprünglich eingeführt hat. Inzwischen findet sie sich auf praktisch allen Reifen weltweit, auch auf Modellen für den europäischen Markt. Die DOT-Kennzeichnung ist eine Buchstaben- und Zahlenfolge auf der Reifenflanke und enthält verschlüsselte Angaben zum Herstellerwerk und zur Reifengröße. Entscheidend für das Alter ist der letzte Block: eine vierstellige Ziffernfolge, die meist in einem ovalen Rahmen steht. Sie gibt das Produktionsdatum an. Wichtig zu wissen: Die vollständige Kennzeichnung inklusive Datum ist häufig nur auf einer Seite des Reifens eingeprägt. Finden Sie die Zahl auf der sichtbaren Außenflanke nicht, lohnt ein Blick auf die Innenseite, etwa bei eingeschlagenen Rädern oder auf der Hebebühne.

So entschlüsseln Sie das Produktionsdatum

Die vier Ziffern am Ende der DOT-Kennzeichnung folgen einem einfachen Schema: Die ersten beiden Ziffern nennen die Kalenderwoche der Produktion, die letzten beiden das Produktionsjahr. Steht an den ersten beiden Stellen beispielsweise eine 08, wurde der Reifen in der achten Kalenderwoche gefertigt; die beiden folgenden Ziffern verraten, in welchem Jahr das war. Mit dieser Information können Sie das Reifenalter auf die Woche genau bestimmen. Treffen Sie auf eine nur dreistellige Datumsangabe, handelt es sich um einen sehr alten Reifen aus früherer Produktion, der auf keinen Fall mehr gefahren werden sollte. Vergleichen Sie beim Radwechsel am besten alle vier Reifen: Unterschiedliche Produktionsdaten sind nicht ungewöhnlich, etwa nach dem Ersatz eines einzelnen beschädigten Reifens, sollten aber bekannt sein, damit Sie den Überblick über den Zustand jedes Reifens behalten.

Wie alt dürfen Reifen sein?

Weder in Deutschland noch in der Schweiz gibt es für Reifen am Personenwagen eine allgemeine gesetzliche Altersgrenze. Maßgeblich ist der technische Zustand: Reifen mit Rissen, Verhärtungen oder Beschädigungen gelten unabhängig vom Alter als nicht mehr verkehrssicher. Hersteller und Prüforganisationen empfehlen jedoch klare Richtwerte: Ab etwa sechs Jahren sollten Reifen regelmäßig fachmännisch kontrolliert werden, ab etwa acht bis zehn Jahren ist der Ersatz ratsam, auch bei ausreichender Profiltiefe. Eine bekannte Ausnahme gilt in Deutschland für Anhänger und Wohnwagen mit Tempo-100-Zulassung: Hier dürfen die Reifen nicht älter als sechs Jahre sein. Denken Sie auch an selten genutzte Räder, etwa das Reserverad im Kofferraum oder den zweiten Radsatz im Keller. Diese altern ebenso und sollten bei jeder Gelegenheit mitgeprüft werden.

Worauf Sie bei Kauf und Lagerung achten sollten

Beim Reifenkauf lohnt ein Blick auf die DOT-Nummer, bevor die Räder montiert werden. Fachgerecht gelagerte Reifen gelten auch einige Jahre nach der Produktion noch als neuwertig, denn kühl, dunkel und trocken gelagert altert Gummi deutlich langsamer. Ein Reifen muss also nicht aus der aktuellen Produktionswoche stammen, um einwandfrei zu sein. Kritischer ist der Gebrauchtkauf: Prüfen Sie hier neben dem Produktionsdatum auch Flanken und Profilgrund auf feine Risse, ungleichmäßigen Verschleiß und Reparaturstellen. Für die eigene Lagerung gilt: Reifen vor Sonnenlicht, Ozonquellen wie Elektromotoren und Lösungsmitteln schützen, Kompletträder liegend stapeln oder aufhängen, Reifen ohne Felge stehend lagern und gelegentlich drehen. Wer unsicher ist, wie ein älterer Reifen einzuschätzen ist, lässt ihn am besten in einer Fachwerkstatt begutachten.

Was die DOT-Nummer überhaupt ist

Jeder Reifen trägt auf der Flanke eine Kennzeichnung, die mit den Buchstaben DOT beginnt. Die Abkürzung steht für das amerikanische Department of Transportation, das diese Kennzeichnungspflicht einst eingeführt hat. Längst ist sie weltweiter Standard. Die DOT-Nummer enthält verschlüsselte Angaben zum Herstellerwerk, zur Reifengrösse und zur Ausführung. Für Autofahrerinnen und Autofahrer ist vor allem der letzte Block interessant: eine vierstellige Ziffernfolge, die das Produktionsdatum des Reifens angibt. Sie steht meist in einer ovalen Vertiefung am Ende der Kennzeichnung. Wichtig zu wissen: Die vollständige Nummer mit Datum ist oft nur auf einer Reifenseite eingeprägt. Gegebenenfalls müssen Sie also auf der Fahrzeuginnenseite nachsehen oder das Rad drehen lassen.

Häufige Fragen

Warum finde ich auf meinem Reifen keine vierstellige DOT-Zahl?

Das vollständige Produktionsdatum ist oft nur auf einer Reifenflanke eingeprägt. Vermutlich zeigt bei Ihrem Fahrzeug die Seite ohne Datum nach außen. Schlagen Sie die Räder ein oder schauen Sie bei der nächsten Gelegenheit auf der Hebebühne auf die Innenseite.

Mein Reifen hat noch viel Profil, ist aber schon acht Jahre alt. Kann ich ihn weiterfahren?

Profiltiefe und Alter sind zwei getrennte Kriterien. Auch mit gutem Profil kann die Gummimischung verhärtet sein, was Haftung und Bremsweg spürbar verschlechtert. Lassen Sie den Reifen fachmännisch prüfen; ab etwa acht bis zehn Jahren wird der Ersatz generell empfohlen.

Altern Reifen bei Wenigfahrern langsamer?

Nein, eher im Gegenteil. Die Alterung läuft unabhängig von der Fahrleistung ab, und langes Stehen kann zusätzlich zu Standplatten führen. Gerade bei selten bewegten Fahrzeugen ist die regelmäßige Kontrolle von Alter und Zustand deshalb besonders wichtig.

Wo finde ich die DOT-Nummer an meinem Reifen?

Die Kennzeichnung ist auf der Reifenflanke eingeprägt und beginnt mit den Buchstaben DOT. Das Produktionsdatum steht als vierstellige Zahl am Ende, oft in einer ovalen Vertiefung. Ist sie auf der sichtbaren Seite nicht vollständig, befindet sie sich auf der zum Fahrzeug gewandten Innenseite.

Wie alt dürfen Reifen maximal sein?

Eine feste gesetzliche Altersgrenze für Pkw-Reifen gibt es in Deutschland und der Schweiz nicht, entscheidend ist der verkehrssichere Zustand. Empfohlen wird der Austausch ab etwa acht bis zehn Jahren, bei Tempo-100-Anhängern in Deutschland gilt eine Grenze von sechs Jahren. Lassen Sie ältere Reifen regelmässig vom Fachbetrieb beurteilen.

Sind zwei oder drei Jahre alte Neureifen noch in Ordnung?

Ja, fachgerecht gelagerte Reifen altern nur sehr langsam und gelten branchenüblich auch nach einigen Jahren Lagerzeit noch als neuwertig. Wichtig sind kühle, dunkle und trockene Lagerbedingungen beim Händler. Fragen Sie beim Kauf einfach nach dem Produktionsdatum. Ein seriöser Betrieb nennt es Ihnen offen.

Wenn Sie das Alter oder den Zustand Ihrer Reifen prüfen lassen möchten, vereinbaren Sie einfach einen Termin bei D&D Automotive in Rottweil. Wir schauen uns DOT-Nummer, Profil und Gesamtzustand gerne für Sie an.