Mobilität der Zukunft
Carsharing oder eigenes Auto: Die ehrliche Rechnung für Wenigfahrer
23. Juli 2026 · 4 Min. Lesezeit · von D&D Automotive GmbH
Ein eigenes Auto kostet auch dann, wenn es nur steht. Wir zeigen, wie Sie als Wenigfahrer Fixkosten und Carsharing-Tarife sauber vergleichen und die passende Lösung finden.
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Ab wann Sie als Wenigfahrer gelten
Eine feste Grenze gibt es nicht, doch als Faustregel gilt: Wer nur wenige tausend Kilometer im Jahr fährt und dessen Auto an den meisten Tagen ungenutzt steht, zählt zu den Wenigfahrern. Typische Beispiele sind Stadtbewohner, die den Alltag mit Bahn, Bus oder Fahrrad bestreiten und das Auto nur für Einkäufe, Ausflüge oder Besuche nutzen. Auch Haushalte mit einem selten genutzten Zweitwagen gehören dazu. Für diese Gruppe verschiebt sich die Kostenrechnung deutlich: Während Vielfahrer ihre Fixkosten auf viele Kilometer verteilen, trägt der Wenigfahrer dieselben Grundkosten für sehr wenige Fahrten. Genau hier setzt die Frage an, ob ein geteiltes Auto die wirtschaftlichere Lösung ist. Im ländlichen Landkreis Rottweil fällt die Antwort oft anders aus. Ein ehrlicher Blick auf das eigene Fahrverhalten, am besten anhand der Kilometerstände der letzten Jahre, ist deshalb der erste Schritt.
Was das eigene Auto wirklich kostet
Die meisten Autobesitzer unterschätzen ihre Gesamtkosten, weil im Alltag nur das Tanken oder Laden sichtbar wird. Die größten Posten fallen jedoch unabhängig von der Fahrleistung an: der Wertverlust des Fahrzeugs, Versicherungsprämien, Steuern und Abgaben, Stellplatz oder Garage sowie Wartung und Pflege. Dazu kommen wiederkehrende Prüfungen, in Deutschland die Hauptuntersuchung, in der Schweiz die Motorfahrzeugkontrolle, und altersbedingte Reparaturen, die auch bei geringer Nutzung anfallen. Wer ehrlich rechnet, addiert sämtliche Jahreskosten und teilt sie durch die tatsächlich gefahrenen Kilometer. Bei geringer Fahrleistung ergibt sich so ein überraschend hoher Preis pro Kilometer, denn die Fixkosten verteilen sich auf wenige Fahrten. Diese Zahl ist die Grundlage für jeden fairen Vergleich mit Carsharing, und sie fällt umso ungünstiger aus, je seltener das Auto bewegt wird.
So funktioniert Carsharing
Carsharing gibt es in mehreren Varianten. Beim stationsbasierten Modell holen Sie das Fahrzeug an einem festen Standort ab und bringen es dorthin zurück; gebucht wird meist im Voraus über eine App. Free-Floating-Angebote verteilen ihre Fahrzeuge frei im Stadtgebiet, Sie finden und öffnen das nächstgelegene Auto spontan per Smartphone. Daneben wächst das private Teilen, bei dem Nachbarn oder Plattformnutzer ihr eigenes Fahrzeug vermieten. Abgerechnet wird üblicherweise nach Zeit und teilweise zusätzlich nach Kilometern; Kraftstoff oder Ladestrom, Versicherung und Wartung sind in der Regel im Tarif enthalten. Für Sie entfallen damit fast alle Fixkosten des Besitzes. Wichtig ist ein Blick in die Bedingungen: Selbstbeteiligung im Schadenfall, Buchungsregeln, Tankregelung und die Verfügbarkeit von Kindersitzen oder Kombis unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter. Vergleichen Sie in Ruhe, bevor Sie sich bei einem Dienst anmelden.
Die Rechnung für Wenigfahrer
Der Vergleich folgt einer einfachen Logik: Auf der einen Seite stehen die vollständigen Jahreskosten des eigenen Autos, auf der anderen die Summe aller Carsharing-Buchungen, die Ihr tatsächliches Fahrverhalten abdecken würden. Rechnen Sie dabei realistisch: Wie viele Fahrten unternehmen Sie pro Monat, wie lange dauern sie, wie viele Kilometer kommen zusammen? Für gelegentliche Kurzstrecken und einzelne Wochenendausflüge schneidet das geteilte Auto häufig besser ab, weil keine Fixkosten anfallen. Je mehr Kilometer und je längere Mietzeiten zusammenkommen, desto mehr nähern sich beide Modelle an; lange Urlaubsreisen decken viele Nutzer ohnehin günstiger mit einem klassischen Mietwagen ab. Neben dem Geld zählt auch der Komfort: Ein eigenes Auto steht jederzeit bereit, ein geteiltes muss erst verfügbar sein. Wer Kindersitze, Transportboxen oder Spezialausrüstung braucht, sollte diesen Aufwand ehrlich einpreisen.
Deutschland und Schweiz im Vergleich
In beiden Ländern konzentriert sich Carsharing auf Städte und größere Gemeinden. Die Schweiz verfügt über ein traditionsreiches, genossenschaftlich geprägtes Carsharing mit dichtem Stationsnetz, das eng mit dem öffentlichen Verkehr verzahnt ist; Fahrzeuge stehen oft direkt an Bahnhöfen, was die Kombination aus Zug und Auto besonders einfach macht. In Deutschland ist der Markt vielfältiger: Stationsbasierte Anbieter, Free-Floating-Flotten in Großstädten und kommunale Initiativen existieren nebeneinander, die Verfügbarkeit schwankt jedoch stark von Ort zu Ort. Im ländlichen Raum bleibt das Angebot in beiden Ländern begrenzt, dort ist das eigene Auto für viele weiterhin ohne echte Alternative. Prüfen Sie deshalb zuerst, welche Anbieter an Ihrem Wohnort und an häufigen Zielen tatsächlich vertreten sind, denn die schönste Rechnung nützt wenig, wenn im Alltag kein Fahrzeug in erreichbarer Nähe steht.
Häufige Fragen
Was passiert mit meinem Auto, wenn es wochenlang steht?
Lange Standzeiten tun Fahrzeugen nicht gut: Die Batterie entlädt sich, Reifen können Standplatten entwickeln und an den Bremsscheiben bildet sich Flugrost. Bewegen Sie das Auto daher regelmäßig oder nutzen Sie ein Ladeerhaltungsgerät. Vor längeren Fahrten nach einer Standphase empfiehlt sich ein kurzer Technik-Check.
Bin ich beim Carsharing versichert?
Ja, Haftpflicht- und Kaskoschutz sind bei seriösen Anbietern im Tarif enthalten. Üblich ist allerdings eine Selbstbeteiligung im Schadenfall, die sich bei vielen Anbietern gegen Aufpreis reduzieren lässt. Lesen Sie die Bedingungen vor der ersten Fahrt aufmerksam durch.
Für wen bleibt das eigene Auto trotz weniger Fahrten sinnvoll?
Wer im ländlichen Raum wohnt, beruflich flexibel sein muss oder regelmäßig sperrige Ausrüstung, Anhänger oder Tiere transportiert, profitiert weiterhin vom eigenen Fahrzeug. Auch wer spontane Verfügbarkeit rund um die Uhr braucht, stößt beim Carsharing schnell an Grenzen. Die Entscheidung hängt am Ende vom persönlichen Alltag ab, nicht allein vom Preis.
Ob Sie Ihr Auto behalten, abgeben oder ein selten genutztes Fahrzeug fit für die nächste Standzeit machen möchten: Die D&D Automotive GmbH in Rottweil berät Sie gerne persönlich, vereinbaren Sie einfach einen Termin.
